Haube:

                

                                         

 

In Europa trug man im frühen Mittelalter Kopfbedeckungen, die die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht signalisierten. Der einfache Mann trug im 11. und 12. Jahrhundert eine Coiffe, eine eng anliegende Bundhaube aus Leinen oder Leder. Sie gehörte auch zur Kleidung der vornehmeren Schichten. Allerdings wurden hier unter anderen Kopfbedeckungen wie Hüte oder Mützen getragen. Frauen hatten im Mittelalter in Europa ihr Haar zu verhüllen, sobald sie verheiratet waren. Die typisch weiblichen Kopfbedeckungen waren zu dieser Zeit Hauben und Kopftücher, die sich von Schicht zu Schicht deutlich voneinander unterschieden und Teil einer Kleiderordnung waren, die in ländlichen Gegenden teilweise noch über Jahrhunderte hinweg eingehalten wurde.

Daher kommt auch noch der Ausdruck „Sie war unter der Haube“, welches wie heutzutage der Ausdruck von Verlobung/Heirat war (unverheiratete Frauen konnten eine Kopfbedeckung tragen, mussten aber nicht). Ähnlich wie im Islam rührt dies daher, dass das verführerische Haar der Frau nur noch für den Ehegatten sichtbar sein sollte.

Allerdings war es im Mittelalter so, dass die Mädchen meist langes Haar trugen. Und um diese Pracht zu bändigen, trugen die Maiden Tücher oder Kränze auf dem Haupt. Vor allem bei Festen wurden gerne Blütenkränze ins Haar geflochten oder so genannte Schapel( Jungfernkränze) als Kronen getragen. So wurde das lange Haar gebändigt.

                                                                                                                          

                                                                                  

*************************************************************************************************************************